Projekt-/Veranstaltungsvorhaben des PflegeZukunfts-Initiative e. V.

Die Projekte und Veranstaltungen des PflegeZukunfts-Initiative e. V. entstehen aus der konstruktiven Zusammenarbeit der Mitglieder. Gemeinsam werden neue Ideen und Konzepte initiiert, aufgegriffen und weiterentwickelt.

Themenabend Pflegekammer

Wir freuen uns sehr, Sie zu unserer Veranstaltung zum Thema Pflegekammer einladen zu können.

Referieren wird Herr Dr. Mai, der Präsident der Pflegekammer in Rheinland-Pfalz und damit der ersten Landespflegekammer in Deutschland. Gemeinsam mit ihm werden wir am 12.09.2017 von 18 bis 20 Uhr der Frage nachgehen, welchen Einfluss eine solche Form der Selbstverwaltung auf das Berufsbild der Pflege hat.

Die Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz adressiert an die Pflegekräfte sechs Vorteile einer Berufskammer für ihre Profession:

    1. „Die Pflegekammer unterstützt mich ganz konkret mit einem umfassenden Angebot an Beratungs- und Serviceleistungen
    2. Die Pflegekammer entwickelt eine moderne Berufsordnung, auf die ich mich berufen kann
    3. Die Pflegekammer trägt massgeblich zur Qualitätsentwicklung der Pflege bei
    4. Die Pflegekammer vertritt meinen Berufsstand in der Öffentlichkeit
    5. Die Pflegekammer vertritt meine Interessen in der Politik
    6. Die Pflegekammer regelt und entwickelt die Fort- und Weiterbildung auch für mich“

[weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: www.pflegekammer-rlp.de/index.php/lpflk-rlp.html]

Sie möchten mitdiskutieren oder einfach nur mehr zu den Vor- und Nachteilen einer Pflegkammer erfahren? Dann melden Sie sich bitte unter projeke@pflegezukunfts-initiative.de an. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Sehr gerne können Sie diese Einladung an Interessierte weitergeben. 

Das Krankenhaus Waldfriede (Argentinische Allee 40, 14163 Berlin-Zehlendorf) befindet gegenüber der U-Bahn-Station "Krumme Lanke", die Sie mit der U3 erreichen. Eine Wegbeschreibung finden Sie unter folgendem Link:www.krankenhaus-waldfriede.de/kontakt

Buurtzorg in den Niederlanden – unsere Nachbarn inspirieren uns in der Nachbarschaftshilfe

Am 10.03.2017 hatten wir die Möglichkeit an einem „AUGENHÖHEpflege camp“ im Betahaus in Berlin teilzunehmen. Die Veranstaltung richtete sich an Interessierte des so genannten Burtzorg-Modells. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Stiftung nach niederländischem Recht, die das Ziel verfolgt, Menschen bedürfnisorientiert im angestammten Zuhause zu pflegen. Gegründet wurde Buurtzorg - zu Deutsch Nachbarschaftshilfe oder auch Betreuung in der Nachbarschaft - von Jos van der Blook und vier weiteren Pflegefachkäften. Innerhalb von 10 Jahren hat das Team es geschafft, von  4 auf 10.000 MitarbeiterInnen zu wachsen. Derzeit arbeiten zwischen 40 und 50 Prozent der niederländischen Pflegefachkräfte bei Buurtzorg.

Wir beschäftigen uns, in der PflegeZukunfts-Initiative seit dem Sommer 2016 punktuell mit Buurtzorg und stehen im Kontakt mit Akteuren aus der Pflege, die ähnliche Modelle entwickeln wollen. Wir sind der Meinung, dass es sich bei Buurtzorg lohnt einmal genauer zu unseren Nachbarn, den Niederlanden zu schauen und möchten Ihnen einen kurzen Überblick darüber geben, was Buurtzorg besonders macht.

Bei Buurtzorg sind die jeweiligen Pflegeteams für einen bestimmten Landkreis bzw. Bezirk zuständig. In den Teams arbeiten 8-12 akademisierte und nicht akademisierte Pflegefachkräfte. Ein Team pflegt circa 50 oder 60 Klienten, auch wenn diese Zahl, je nach den Bedürfnissen der Klienten stark schwanken kann. Merken die Teams, dass sie die Klienten nicht mehr ausreichend Kapazitäten haben, werden von den 12 Pflegekäften 4 „abgekapselt“, die dann wiederum ein neues Team aufbauen.

Diese Teams arbeiten weitestgehend selbstorganisiert. Sie übernehmen die Budget-, die Urlaubs- und die Tourenplanung sowie die Qualitätskontrolle, Einstellung von Mitarbeitern, Annahme von Klienten etc. eigenverantwortlich. Dafür werden im Team verschiedene Rollen festgelegt. Diese Rollen rotieren regelmäßig, sodass jede Pflegekraft jede Aufgabe von Zeit zu Zeit übernimmt. Die Teams bauen im jeweiligen Landkreis Netzwerke bestehend aus Angehörigen, Nachbarn und Ehrenamtlichen aus und beziehen diese in die Begleitung mit ein. Auch die Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Spezialisten übernehmen die Pflegekräfte.

„Das System basiert auf Vertrauen – auch in die professionellen Kompetenzen, den guten Willen und das persönliche Engagement der Angestell­ten.“ [Jos van der Blook]

Was es bei Buurtzorg nicht gibt ist eine mittlere Führungsebene. Eine Pflegedienstleitung oder Teamleitung ist nicht vorgesehen. Das wesentliche Controlling ist zentralisiert und wird von einer vergleichsweise kleinen Gruppe (Stand März 2016: 50 Mitarbeiter) übernommen. Dabei ist Buurtzorg nicht auf Profit ausgerichtet. Zudem stehen den Teams insgesamt 25 Trainer, die kein kontinuierliches, sondern ein punktuelles Coaching anbieten und im Rahmen der Teambildung in achtsamer Kommunikation schulen, zur Verfügung.

Für die Pflegekräfte scheint dieses Modell überaus interessant zu sein. Im März 2016 pflegten und begleiteten rund 10.000 Mitarbeiter, aufgeteilt auf 960 Teams, Klienten für Buurtzorg. Auch die Klientenzufriedenheit ist höher als bei Buurtzorgs Konkurrenten.

Wir als PflegeZukunfts-Initiative werden die Entwicklungen in Deutschland mit Spannung verfolgen und freuen uns, wenn Sie uns an Ihren Vorhaben teilhaben lassen.

Falls Sie sich nähere Informationen wünschen verweisen wir auf unsere Quelle: http://www.buurtzorg-in-deutschland.org/buurtzorg/. Autorin der Website zum Buurtzorg in Deutschland ist Frau Uta Kirchner.

 

Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege

Welche Ausbildungsmöglichkeiten existieren im Pflegesektor? Welche Entwicklungschancen gibt es? An welcher Bildungseinrichtung wird welche Ausbildung bzw. welches Studium angeboten?


Um hier transparente Informationen zur Verfügung zu stellen, haben wir eine Übersicht über Ausbildungswege im Pflegesektor erstellt. Außerdem aktualisieren wir derzeit unsere Datenbank der Ausbildungsstätten für Pflegeberufe in Deutschland.

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